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Silvester in Norwegen

Silvester in Norwegen

Es regnet. Es ist windig. Es ist 30. Dezember und wir sind in den zweitgrößte Stadt Norwegens - Bergen. Eigentlich rechnen wir mit dem Schnee und dazu gehörige Winterstimmung am Silvester, aber schon einige Tagen bevor unsere Reise aus Berlin los geht, wird uns klar, dass es mit dem Schnee nichts wird. Die Wettervorschau kann uns nicht trösten. 

Obwohl man das Wetter nicht beeinflussen kann, man kann aber an eigener Stimmung etwas justieren und positiv denken. Ja, es regnet, aber zumindest ist es warm draußen und die Umgebung ist märchenhaft schön. Typisch nördliche Häuser aus Holz in weiß, blau, orange oder rot kann man nie lang genug ansehen.    

Am 31. regnet es fast den ganzen Tag. Über eine Stunde verbringen wir in einem Café beim Frühstück, weil es nieselt. Wir erwischen gerade nicht das beste Wetter hier. Na ja, was soll’s uns geht es trotzdem gut. Nachmittag regnet es aber so stark, dass wir ganz schön nass sind und müssen zurück ins Hotel um unsere Bekleidung zu trocknen. Sogar großer Regenschirm und eine Regenjacke helfen recht wenig, vor allem, weil der Wind so stark ist, dass der Schirm immer wieder ausrenkt.

 

Erst kurz nach 20 Uhr trauen wir uns wieder nach Draußen, weil es zum Glück aufgehört zu regnen. Wir laufen Berghoch, sehen uns Stadtlichter und die ersten Feuerwerken von oben an. Mist, es fängt wieder an zu regnen. Der Wind steigt und wir verstecken uns zwischen Felsen.

Danach geht es zurück zum Hafen. Hier sammelt sich, gefühlt, die ganze Stadt um offizielle Silvester Feuerwerk anzusehen. Die Raketen werden von Schiffen im Hafen abgefeuert. Es ist wunderschön, aber ziemlich kurz und wie gehen wieder zurück ins Hotel. Frohes neues Jahr, eben!

Am nächsten Tag ist ein starker Wind angesagt. Das Meer wir nervös – man sieht es an immer größeren Wellen. Das hält uns nicht auf und wir wollen aber noch mehr von Bergen sehen, bevor wir nachmittags wieder nach Hause fliegen. Nun laufen wir an der Küste entlang Richtung Sandviken. Dort gibt es ein Fischermuseum, der heute leider zu hat, man kann aber draußen alte Bote und Fischerzubehör und deren Werkzeuge ansehen. Der Wind ist stark und wir bekommen einige Tropfen von dem unruhigen Meer ab. Mein Gesicht ist schon salzig, das merke ich an den Lippen, die ich immer wieder ablecken muss, weil sie ganz trocken sind. Das Gesicht fängt an zu brennen. Nichtsdestotrotz, können wir unseren Spaziergang genießen, vorbei es immer wieder leicht regnet. Wir laufen wieder zurück durch die Gassen, die wir nachts davor gesehen haben und sie sehen bei dem Tageslicht wesentlich hübscher aus. Plötzlich schneit es. Kurz, aber kräftig. Nun sehen wir doch den norwegischen Schnee.

Unsere kurze Reise war nicht optimal von den Wetterbedingungen, aber doch wieder so spannend und erlebnisreich. Bergen ist eine wunderbare Stadt und wir würden sehr gern mehr davon sehen, vor allem von naheliegenden Ortschaften. Meine liebe Norwegen, wir sehen uns bald wieder. Ein frohes neues Jahr wünschen wir dir!

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© Alexej Fedorov 2019